Verzeihen und vergeben - 4 Predigten zu einem Thema

Christen leben aus der Vergebung Gottes. Trotzdem ist es mit dem Verzeihen oft nicht so einfach.
Was braucht es um verzeihen zu können? Was, um der Vergebung zu trauen?
Häufig braucht es eine Verständigung zwischen den Konfliktparteien, um ehrlich verzeihen zu können. Was aber, wenn das nicht (mehr) möglich ist?
Gibt es nicht auch Dinge, die kein Mensch verzeihen kann?

Und: Inwiefern kann die Botschaft des christlichen Glaubens bei all diesen Fragen eine Hilfe sein?

Um all dem etwas auf die Spur zu kommen, machen wir am Jahresbeginn das Wort „verzeihen“ zum Thema der Gottesdienste in unserer Verbundkirchengemeinde.

 

Eine Gottesdienstreihe der Evangelischen Kirchengemeinden Affaltrach, Eschenau und Weiler/Eichelberg (Verbundkirchengemeinde Obersulm See)

Pfarramt Affaltrach: Tel. 07130/1273 Pfarramt.Affaltrachdontospamme@gowaway.elkw.de

Pfarramt Eschenau: Tel. 07130/6448 Pfarramt.Eschenaudontospamme@gowaway.elkw.de

Pfarramt Weiler/Eichelberg: Tel. 07130/549 Pfarramt.Weiler-Eichelbergdontospamme@gowaway.elkw.de

 

 

Vergebung – eine Generationen-Aufgabe

Pfarrer Dirk Grützmacher

Pfarrer Dirk Grützmacher auf einer Bank im Johanniterhof

Die Väter haben saure Trauben gegessen und den Kindern werden die Zähne stumpf.

Jeremia 31,29 / Hesekiel 18,2

 

In den Zeiten von Krieg und Konflikten zwischen Staaten, Nationen und Volksgruppen wird vieles zerstört, nicht nur Hab und Gut, Gebäude und Infrastruktur.

Auch emotional geht vieles kaputt. Gemeinsame geistliche und geistige Errungenschaften werden nun mit Vorsicht und Misstrauen behandelt. Der Weg zur gegenseitigen Vergebung ist steinig und schwierig.

Es gelingt meist nicht in einer Generation. Dennoch gibt es Mut machenden Geschichten und Berichte.

 

Predigt von Dirk Grützmacher

19. Januar 2020 10 Uhr in Affaltrach

26. Januar 2020 10 Uhr in Weiler

09. Februar 2020 10 Uhr in Eschenau

Vergeben - reicht sieben Mal?

Pfarrerin Gudrun Veller

Pfarrerin Gudrun Veller

Da trat Petrus zu Jesus und sprach: 
Herr, wie oft muss ich denn meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben?
Ist‘s genug siebenmal? 
Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir: nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.

Matthäus 18, 21-22

 

Unfassbar, Petrus soll es mit seinem Bruder 490mal versuchen! 490 Mal immer wieder versuchen, die Tür zu öffnen? Soviel Geduld und Leidensfähigkeit hat doch kein Mensch!

Oder meint Jesus gar nicht, dass er 70x7 ausrechnen soll, sondern dass er eine Lebenseinstellung suchen und lernen soll, die das Verzeihen als Grundlage aller menschlichen Beziehungen bildet?

Dann könnte er es einmal mit dem ersten Schritt versuchen. Hätte viel Zeit, das ein zweites Mal zu tun und sich ein ganzes Leben lang darin üben.

 

Predigt von Gudrun Veller

12. Januar 2020 10 Uhr in Affaltrach

19. Januar 2020 10 Uhr in Eschenau

09. Februar 2020 10 Uhr in Weiler

„Vergebung?!? - Ja, und Gott helfe mir!“

Pfarrerin Birgit Braun

Pfarrerin Birgit Braun

„Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern...“

Matthäus 6,12

 

„So sollt ihr beten“, sagte Jesus und dann sprach er das „Vater Unser“. 

Schon von Anfang an gehört dieses Gebet zu den zentralen Texten unseres Glaubens.
Stolpern Sie auch immer mal wieder über diese Stelle im „Vater Unser“, in der es um Vergebung geht? Ich schon. Denn sowohl die Bitte um Vergebung, als auch das Versprechen zu vergeben ist ganz und gar nicht ohne.

Predigt von Birgit Braun

12. Januar 2020 10 Uhr in Eschenau

19. Januar 2020 10 Uhr in Weiler

26. Januar 2020 10 Uhr in Affaltrach 

Der eigenen Vergangenheit verzeihen

Pfarrer Johannes Veller

Pfarrer Johannes Veller

Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen.
1. Mose 50,20

Verzeihen bedeutet, alle Hoffnung auf einen bessere Vergangenheit aufzugeben.
(Jack Kornfield, Meditationslehrer)

 

Erlittenes Unrecht kann ein Leben überschatten. Manchmal kämpfen wir ein Leben lang um Genugtuung, Anerkennung oder Gerechtigkeit.

Dabei geraten häufig die Gegenwart und die Zukunft aus dem Blickfeld. Wir verpassen das Glück, das noch vor uns liegt. Verzeihen können würde den Weg frei machen.


Predigt von Johannes Veller

12. Januar 2020 10 Uhr in Weiler

23. Februar 2020 10 Uhr in Affaltrach

08. März 2020 10 Uhr in Eschenau